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Georg Thieme Verlag

Evidenzstufen und Empfehlungsgrade: Was Studien wert sind

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+ + Aus der neuen Rubrik "Wissenschaft – Leicht erklärt" in der Fachzeitschrift Die Hebamme + +

Je besser das Design einer Studie ist, desto höher ist ihre Qualität. Je höher ihre Qualität ist, desto höher ist ihre Evidenzstufe. Und je höher ihre Evidenzstufe ist, desto eher können Wissenschaftler daraus eine Therapieempfehlung ableiten.

Wissenschaftliche Arbeiten, deren Aussagekraft begrenzt ist, sind zum Beispiel Einzelfallstudien (engl.: case studies): Wenn der Autor darin beispielsweise feststellt, dass sich die Hyperemesis der schwangeren Patientin im Verlauf der Akupunktur-Behandlung verbessert, kann er dieses Ergebnis nicht auf alle Schwangeren mit Hyperemesis übertragen. Denn er weiß weder, ob alle Schwangeren mit Hyperemesis von Akupunktur profitieren, noch kann er belegen, dass die Behandlung an sich diese Verbesserungen erbracht hat. Aus Einzelfällen erfährt man lediglich etwas über die beobachteten und dargestellten Veränderungen, weitere Überlegungen sind nur Mutmaßungen. Einzelfallstudien haben somit eine niedrige Evidenzstufe. Zu den Arbeiten mit hohen Evidenzstufen gehören zum Beispiel randomisierte kontrollierte Studien, da sie eine höherwertige wissenschaftliche Basis bieten, um über die Wirksamkeit einer Therapie urteilen zu können.

Je hochwertiger das Design einer Studie also ist, desto höher ist ihre Evidenzstufe. Je nachdem, welche Institution diese Einordnung vornimmt, können sich die einzelnen Evidenzstufen allerdings voneinander unterscheiden.

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