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Georg Thieme Verlag

Studienreferat: Stillen reduziert kindliches Diabetesrisiko unabhängig von Art und Dauer

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+ + Dieser Beitrag stammt aus der Zeitschrift Pädiatrie up2date aus der Rubrik Studienreferate + +

Stillen reduziert kindliches Diabetesrisiko unabhängig von Art und Dauer

Nicht genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Typ-1-Diabetes. Schon vor über 30 Jahren wurde die Hypothese aufgestellt, dass Stillen möglicherweise vor Diabetes schützt. Studien, die diese Hypothese stützen, sind häufig retrospektiv oder prospektiv mit geringer Probandenzahl. Eine neue Studie aus Skandinavien mit zwei großen Schwangerschaftskohorten sollte den Zusammenhang besser beleuchten.

Für den protektiven Effekt des Stillens auf das Diabetesrisiko kommen zahlreiche biologisch plausible Mechanismen in Frage, wie beispielsweise der Schutz der Muttermilch vor möglicherweise diabetogenen Infektionen. Die Metaanalyse von Beobachtungsstudien zeigt, dass Kinder, die über 3 oder mehr Monate teilgestillt oder mindestens 2 Wochen vollgestillt werden, ein 15 – 30% geringeres Risiko für Typ-1-Diabetes haben. Da es sich hierbei lediglich um Fall-Kontroll-Studien handelt, sind die Rolle des Stillens und die optimale Stilldauer immer noch nicht genau geklärt. Nicolai Andre Lund-Blix vom Norwegian Institute of Public Health in Oslo und seine Kollegen untersuchten nun in einer groß angelegten Studie mit mehr als 150 000 Kindern, welche Assoziation zwischen Stillen und der Entwicklung eines Typ-1-Diabetes bei Kindern besteht. Tatsächlich schützte Stillen wohl vor der Entwicklung eines Typ-1-Diabetes – interessanterweise schien dieser Schutz unabhängig von der Art und Dauer des Stillens zu sein.

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