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60 Jahre orale Kontrazeption – "Antibaby" - vs. "Wunschkind"-Pille


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+ + Dieser Artikel stammt aus der Fachzeitschrift Geburtshilfe und Frauenheilkunde + + 

60 Jahre orale Kontrazeption – "Antibaby" - vs. "Wunschkind"-Pille

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„Die Bundesregierung empfindet die Bezeichnung ‚Antibaby-Pille‘ als grob anstößig […].“ Mit dieser Feststellung reagierte der damalige Innenminister Hermann Höcherl (CSU) im Oktober 1964 vor dem Deutschen Bundestag auf die Anfrage eines Abgeordneten, der in dieser Etikettierung oraler hormonaler Kontrazeptiva eine Attacke gegen die im Grundgesetz geschützte Menschenwürde sah. Dies zeigt, wie emotionsgeladen die Debatte war, die in der BRD die Markteinführung der „Pille“ begleitete. Medizinische Aspekte spielten zunächst nur eine Nebenrolle. Es ging vor allem um ethische Fragen und das Geschlechterverhältnis in der westdeutschen Nachkriegs- und Wirtschaftswundergesellschaft, in der die vorherrschende Sexualmoral zunehmend als repressiv kritisiert und das tradierte Frauenbild der „Hausfrau und Mutter“ infrage gestellt wurde.

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