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Muttermilch als Vektor für infektiöse Erkrankungen – Praktische Aspekte


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+ + Dieser Beitrag stammt aus der Fachzeitschrift Neonatologie Scan + +

Muttermilch ist die empfohlene Nahrung für Neu- und Frühgeborene. Die Vorteile angereicherter Muttermilch im Vergleich zu einer künstlichen Frühgeborenennahrung sind eindeutig belegt. Die Übertragung bakterieller und viraler Erkrankungen belegt jedoch ebenfalls die Bedeutung von Muttermilch als möglichen Vektor für infektiöse Erkrankungen. In diesem Beitrag finden Sie die Kernaussagen der im Artikel diskutierten infektiologischen Risiken von Muttermilch für Frühgeborene.
 

Kernaussagen:

  • Muttermilch liefert einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung des Darmmikrobioms von Neugeborenen und Säuglingen, kann aber auch Quelle lebensbedrohlicher viraler und bakterieller Infektionen sein.
     
  • Die Holder-Pasteurisierung (Erhitzen auf 62,5 °C für 30 Minuten) ist das gängigste Verfahren zur Pasteurisierung von Muttermilch und auch für die meisten viralen Erreger eine effektive Methode zur Inaktivierung.
     
  • Die Pasteurisierung führt jedoch zu einem Verlust an protektiven Muttermilcheigenschaften, ist Ersatznahrungen hinsichtlich der NEK-Prävention jedoch weiterhin überlegen.
     
  • Akzeptable Schwellenwerte für zulässige Konzentrationen und Keimspektren von Bakterien in Muttermilch sind nicht evidenzbasiert und werden deshalb meist zentrumsbasiert festgelegt.
     
  • Für eine Vielzahl der in Muttermilch nachgewiesenen Viren ist die Transmission über Muttermilch nicht abschließend geklärt.
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