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GebO Berlin vom 02.04.2015


  • Gilt für Leistungen seit 2. April 2015
  • Die Berliner GebO vom 09.03.2015 enthält ein eigenes Leistungsverzeichnis. Es ist angelehnt an das Leistungsverzeichnis der Kassen-Vergütungsvereinbarung vom 01.07.2014.
  • Leistungen und Wegegelder können bis zum 2-fachen Satz abgerechnet werden.
  • Leistungen und Wegegelder sind unter Berücksichtigung der Schwierigkeit und des Zeitaufwandes der Leistung, der wirtschaftlichen Lage der Versicherten und der örtlichen Verhältnisse zu gewichten.
  • Materialpauschalen, Zuschläge und Zulagen sind zum einfachen Satz abrechenbar.
  • Die Betriebskostenpauschalen (BKP) sind zum einfachen Satz abrechenbar.
  • Leistungen für Sozialhilfeempfängerinnen sind zum einfachen Satz abrechenbar.
  • Eine Dauerrufbereitschaft kann nicht abgerechnet werden.
  • Fundstellen:
  • Besonderheiten in der Berliner GebO: siehe FAQ

Gesetzestext

Die Angaben wurden nach bestem Wissen zusammengestellt und zur besseren Lesbarkeit redaktionell angepasst. Juristisch maßgeblich ist der original Vertrags- bzw. Gesetzestext.

Verordnung über die Vergütungen für Leistungen der Hebammen und Entbindungspfleger außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung(Berliner Entbindungshilfegebührenordnung – BerlEntbGebO)

Vom 31. März 2009, zuletzt geändert durch Verordnung vom 9. März 2015
(GVBl. Nr. 4, 1. April 2015)

§ 1 Geltungsbereich

Freiberuflich tätige Hebammen und Entbindungspfleger dürfen für ihre berufsmäßigen Leistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenkassen Gebühren, Auslagen, Wegegelder, Zulagen und Zuschläge sowie Betriebskostenpauschalen (Vergütung) erheben.

§ 2 Höhe der Vergütung

Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Anlage zu dieser Verordnung (Leistungsverzeichnis). Gebühren und Wegegelder können bis zur Höhe des zweifachen dort genannten Satzes erhoben werden.

§ 3 Gebührenbemessung

(1) Innerhalb des sich aus § 2 Satz 2 ergebenden Gebührenrahmens sind die Gebühren nach den besonderen Umständen des Einzelfalls, insbesondere der Schwierigkeit und dem Zeitaufwand der einzelnen Leistung zu bemessen und zu begründen.

(2) Der einfache Satz der Gebühren und des Wegegeldes ist zu berechnen, wenn die Zahlung auf Grund des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch – Sozialhilfe –(Artikel 1 des Gesetzes vom 27. Dezember 2003, BGBl. I S. 3022), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 24. März 2011 (BGBl. I S. 453) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung oder des Asylbewerberleistungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 05. August 1997 (BGBl. I S. 2022), das zuletzt durch Artikel 2e des Gesetzes vom 24. September 2008 (BGBl. I S. 1856) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung erfolgt.

(3) Der einfache Satz ist weiterhin zu berechnen für die Abrechnung der Betriebskostenpauschale nach § 6 dieser Verordnung und der Haftpflichtzulagen.

§ 4 Zuschläge

Zuschläge dürfen allgemein oder in besonderen Fällen berechnet werden. Ein allgemeiner Zuschlag gilt für Leistungen, die zur Nachtzeit (20 Uhr bis 8 Uhr), an Samstagen ab 12 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen erbracht werden.
Ein besonderer Zuschlag gilt, wenn er mit angegebener Zweckbestimmung in der Anlage aufgeführt ist.

§ 5 Auslagen

Auslagen sind Aufwendungen für angewandte Arzneimittel und verwendete Materialien. Materialien werden mit den in der Anlage festgelegten Pauschalbeträgen abgerechnet. Arzneimittel sind in der Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten abzurechnen.

§ 6 Betriebskostenpauschale

(1) Mit der Betriebskostenpauschale bei ambulanten Geburten in von Hebammen und Entbindungspflegern geleiteten Einrichtungen werden alle für die notwendige Versorgung der zahlungspflichtigen Person unmittelbar vor, während und nach der Geburt sowie für die Betreuung des Neugeborenen während und unmittelbar nach der Geburt notwendigen Kosten vergütet.

(2) Die Materialien und Arzneimittel, die die Hebamme oder der Entbindungspfleger nach § 5 dieser Verordnung abrechnen kann, sind in der Pauschale nicht enthalten.

§ 7 Inkrafttreten, Außerkrafttreten und Übergangsvorschrift

(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin in Kraft. Gleichzeitig tritt die Entbindungshilfegebührenverordnung vom 4. November 1988 (GVBI. S. 2194), die zuletzt durch Verordnung vom 26. Januar 2007 (GVBI. S. 19) geändert worden ist, außer Kraft.

(2) Für vor dem 2. April 2015 von Hebammen und Entbindungspflegern erbrachte und abgeschlossene Leistungen gilt die Berliner Entbindungshilfeverordnung in der bis zu diesem Zeitpunkt geltenden Fassung weiter.

Die Anlage zu § 2 (Leistungsverzeichnis) enthält die aus dem Anhang zu dieser Verordnung ersichtliche Fassung.

Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin in Kraft.
 

Anlage zu §2 der Berliner Entbindungshilfegebührenordnung

Leistungsverzeichnis

Anmerkungen zu den Nummern 0100 bis 4000:

Endziffer 0: ambulante hebammenhilfliche Leistung außerhalb des Krankenhauses
Endziffer 1: Leistung von Beleghebammen im Schichtdienst im Krankenhaus
Endziffer 2: Leistung von Beleghebammen mit 1:1-Betreuung im Krankenhaus

A. Leistungen der Mutterschaftsvorsorge und Schwangerenbetreuung

 Nummer  Leistung  EUR
0100
0101
0102
Beratung der Schwangeren, auch mittels Kommunikationsmedium
Die Gebühr nach den Nummern 0100, 0101 oder 0102 ist während der Schwangerschaft insgesamt höchstens zwölf Mal berechnungsfähig.
Die Gebühr nach den Nummern 0100, 0101 oder 0102 ist neben den Nummern 0200, 0300, 0400, 0401 oder 0402, 0500, 0501 oder 0502 und 0800 nur dann berechnungsfähig, wenn die Leistungserbringung nicht in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang erfolgt und entsprechend begründet ist. Eine Zeitangabe ist in diesem Fall für alle betroffenen Leistungen erforderlich.
Die Gebühr nach den Nummern 0100, 0101 oder 0102 kann an demselben Tag nur dann mehr als einmal berechnet werden, wenn die mehrmalige Erbringung der Leistung an demselben Tag durch die Beschaffenheit des Falles geboten war. Eine mehrmalige Berechnung an demselben Tag ist in diesem Fall in der Rechnung unter Angabe der jeweiligen Uhrzeit der Leistungserbringung näher zu begründen.
6,53
0200 Individuelles Vorgespräch über Fragen der Schwangerschaft und Geburt, mindestens 30 Minuten, je angefangene 15 Minuten
Die Gebühr nach der Nummer 0200 ist bei jeder Schwangeren einmal im Umfang von bis höchstens 90 Minuten, bei geplanter Geburt zu Hause oder in einer von Hebammen geleiteten Einrichtung ein weiteres Mal im Umfang von bis zu 90 Minuten abrechnungsfähig.
Die Absicht der Versicherten, zu Hause beziehungsweise in einer von Hebammen geleiteten Einrichtung zu gebären, ist zu dokumentieren.
Die Gebühr nach der Nummer 0200 ist neben Leistungen nach den Nummern 0100, 0101 oder 0102, 0400, 0401 oder 0402, 0500, 0501 oder 0502, 0600, 0601 oder 0602 und 0800 nur dann berechnungsfähig, wenn die Leistungserbringung nicht in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang erfolgt und entsprechend begründet ist. Eine Zeitangabe ist in diesem Fall für alle betroffenen Leistungen erforderlich.
8,43
0300 Vorsorgeuntersuchung der Schwangeren nach Maßgabe der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) (www.g-ba.de/informationen/richtlinien/19/) in der jeweils geltenden Fassung.
Die Vorsorgeuntersuchung umfasst folgende Leistungen:
Gewichtskontrolle, Blutdruckmessung, Urinuntersuchung auf Eiweiß und Zucker, Kontrolle des Standes der Gebärmutter, Feststellung der Lage, Stellung und Haltung des Kindes, Kontrolle der kindlichen Herztöne, allgemeine Beratung der Schwangeren, Dokumentation im Mutterpass des Gemeinsamen Bundesausschusses in der jeweils geltenden Fassung.
Die Gebühr nach der Nummer 0300 ist berechnungsfähig
a) bei normalem Schwangerschaftsverlauf,
b) bei pathologischem Schwangerschaftsverlauf, wenn die Hebamme die Vorsorgeuntersuchung auf ärztliche Anordnung vornimmt oder wenn die Schwangere wegen des pathologischen Schwangerschaftsverlaufs ärztliche Betreuung trotz Empfehlung der Hebamme nicht in Anspruch nehmen möchte.
Die Leistung nach der Nummer 0300 ist nur berechnungsfähig, soweit sie nicht bereits durch einen anderen Leistungserbringer durchgeführt wurde.
25,21
0400
0401
0402
Entnahme von Körpermaterial zur Durchführung notwendiger Laboruntersuchungen im Rahmen der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) (www.g-ba.de/informationen/richtlinien/19/) in der jeweils geltenden Fassung, je Entnahme, einschließlich Veranlassung der Laboruntersuchung(en), Versand- und Portokosten, Dokumentation im Mutterpass nach den Mutterschafts-Richtlinien und Befundübermittlung
Die Gebühr nach den Nummern 0400, 0401 oder 0402 ist auch abrechnungsfähig, wenn die Entnahme von Körpermaterial zur Risikoabklärung notwendig ist oder die Schwangere sich nach Nummer 0300 Buchstabe b in Hebammenbetreuung befindet oder die Entnahme ärztlich angeordnet ist.
Die Leistungen nach den Nummern 0400, 0401 oder 0402 sind nur berechnungsfähig, soweit sie nicht bereits durch einen anderen Leistungserbringer durchgeführt wurden.
6,42
0500
0501
0502
Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden oder bei Wehen, für jede angefangene 30 Minuten
Dauert die Leistung nach den Nummern 0500, 0501 oder 0502 und 0510, 0511 oder 0512 länger als drei Stunden, so ist die Notwendigkeit der über drei Stunden hinausgehenden Hilfe in der Rechnung zu begründen.
16,89
0510
0511
0512
Nummern 0500, 0501 oder 0502  mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Dauert die Leistung nach den Nummern 0500, 0501 oder 0502 und 0510, 0511 oder 0512 länger als drei Stunden, so ist die Notwendigkeit der über drei Stunden hinausgehenden Hilfe in der Rechnung zu begründen
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist bei dem in der Übergangszeit liegenden Leistungsanteil der Zeitpunkt der Beendigung dieses Anteils.
20,26
0600
0601
0602
Cardiotokografische Überwachung bei Indikationen nach Maßgabe der Anlage 2 zu den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) (www.g-ba.de/informationen/richtlinien/19/) in der jeweils geltenden Fassung einschließlich Dokumentation im Mutterpass nach den Mutterschafts-Richtlinien in der jeweils geltenden Fassung.
Die Gebühr für die Leistung nach den Nummern 0600, 0601 oder 0602 ist je Tag höchstens zweimal berechnungsfähig, es sei denn, dass weitere Überwachungen ärztlich angeordnet werden.
7,22
0700 Geburtsvorbereitung bei Unterweisung in der Gruppe, bis zu zehn Schwangere je Gruppe und höchstens 14 Stunden, für jede Schwangere je Unterrichtsstunde (60 Minuten)
Die Gebühr für die Leistung nach der Nummer 0700 umfasst insbesondere die Unterrichtung über den Schwangerschaftsverlauf, die physische und psychische Vorbereitung auf Geburt und Wochenbett, gymnastische Übungen, Entspannungsübungen und Übungen der Atemtechnik.
6,47
0800 Geburtsvorbereitung bei Einzelunterweisung, auf ärztliche Anordnung höchstens 28 Unterrichtseinheiten à 15 Minuten, für jede Unterrichtseinheit
Die Gebühr für die Leistung nach der Nummer 0800 umfasst insbesondere die Unterrichtung über den Schwangerschaftsverlauf, die physische und psychische Vorbereitung auf Geburt und Wochenbett, gymnastische Übungen, Entspannungsübungen und Übungen der Atemtechnik.
8,43

B. Geburtshilfe

Allgemeine Bestimmungen

a)      Die Gebühren für die Leistungen nach den Nummern 0901 bis 1312 umfassen die Hilfe für die Dauer von bis zu acht Stunden vor der Geburt des Kindes oder einer Fehlgeburt und die Hilfe für die Dauer von bis zu drei Stunden danach einschließlich aller damit verbundenen Leistungen und Dokumentationen. Gesondert berechnungsfähig sind gegebenenfalls Leistungen nach den Nummern 1400, 1401 oder 1402 und 1500, 1501 oder 1502 und 2400, 2401 oder 2402 und 2500, 2501 oder 2502. Eine abgebrochene außerklinische Geburt nach den Nummern 1600 oder 16010 und eine Beleggeburt nach den Nummern 0902 oder 0912 können nebeneinander abgerechnet werden, wenn die Hebamme, die die Geburt außerklinisch betreut hat, diese in der Klinik als Beleggeburt beendet.

b)      Die jeweilige Gebühr steht der Hebamme auch dann zu, wenn sie erst nach der Geburt, jedoch vor Vollendung der Versorgung der Mutter und des Kindes Hilfe leisten konnte.

c)      Die Gebühren für Leistungen nach den Nummern 0901 oder 0902, 0911 oder 0912, 1300, 1301 oder 1302 sowie 1310, 1311 oder 1312 können auch dann berechnet werden, wenn die Geburt oder Fehlgeburt ärztlicherseits künstlich eingeleitet wurde.

d)     Die Gebühr für Leistungen nach den Nummern 1600, 1601 oder 1602 sowie 1610, 1611 oder 1612 umfasst die Hilfe für die Dauer von bis zu fünf Stunden vor Beendigung der Geburtshilfe einschließlich aller damit verbundenen Leistungen.

Nummer Leistung EUR
0901 Hilfe bei der Geburt eines Kindes in einem Krankenhaus 275,22
0902 Hilfe bei der Geburt eines Kindes in einem Krankenhaus 288,72
0911 Nummer 0901 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Geburt.
328,67
0912 Nummer 0902 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Geburt.
342,17
0991 Haftpflichtzulage für eine Geburt bis zum 30. Juni 2015 im Krankenhaus als Beleghebamme
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3 SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 0901 beziehungsweise 0911.
8,81
0992 Haftpflichtzulage für eine Geburt bis zum 30. Juni 2015 im Krankenhaus als Beleghebamme in einer 1:1 Betreuung
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 0902 beziehungsweise 0912.
30,00
1000 Hilfe bei einer außerklinischen Geburt in einer Einrichtung unter ärztlicher Leitung 275,22
1010 Nummer 1000 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Geburt.
328,67
1090 Haftpflichtzulage für eine außerklinische Geburt bis zum 30. Juni 2015 in einer Einrichtung unter ärztlicher Leitung
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1000 beziehungsweise 1010.
11,00
1100 Hilfe bei einer außerklinischen Geburt in einer von Hebammen oder Entbindungspflegern geleiteten Einrichtung. 559,00
1110 Nummer 1100 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Geburt.
663,98
1190 Haftpflichtzulage für eine Geburt bis zum 30. Juni 2015 in einer von Hebammen oder Entbindungspflegern geleiteten Einrichtung
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1100 beziehungsweise 1110.
68,00
1200 Hilfe bei einer Hausgeburt 703,08
1210 Nummer 1200 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Geburt.
826,39
1290 Haftpflichtzulage für eine Hausgeburt bis zum 30. Juni 2015
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1200 beziehungsweise 1210.
132,00
1300
1301
1302
Hilfe bei einer Fehlgeburt 179,76
1310
1311
1312
Nummern 1300, 1301 oder 1302 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Abrechnung dieser Leistung ist der Zeitpunkt der Fehlgeburt.
215,71
1400
1401
1402
Versorgung einer geburtshilflichen Schnitt- oder Rissverletzung mit Ausnahme eines Dammrisses III. oder IV. Grades 33,71
1500
1501
1502
Zulage für die Hilfe bei der Geburt von Zwillingen und mehr Kindern, für das zweite und jedes weitere Kind, je Kind 78,65
1600
1601
1602
Hilfe bei einer nicht vollendeten Geburt
Die Gebühr nach der Nummer 1600 ist in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Hausgeburt berechnungsfähig, wenn die Hebamme die vorher geplante und bereits begonnene Hausgeburt aufgrund unvorhergesehener Umstände abbrechen muss und die Hebamme die Schwangere in ein Krankenhaus überweist, begleitet oder dort als Beleggeburt beendet.
Die Gebühr nach der Nummer 1600 ist auch in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Geburt in einer außerklinischen von Hebammen geleiteten Einrichtung berechnungsfähig, wenn die Hebamme die vorher geplante und bereits begonnene außerklinische Geburt aufgrund unvorhergesehener Umstände abbrechen muss und die Hebamme die Schwangere in ein Krankenhaus überweist, begleitet oder dort als Beleggeburt beendet.
Die Gebühren nach den Nummern 1601 und 1602 sind nur berechnungsfähig, wenn die Schwangere vom Krankenhaus oder einer außerklinisch ärztlich geführten Einrichtung aus in ein anderes Krankenhaus verlegt wird und die Hebamme dort keine weitere Hilfe leistet.
Die Gebühren für Leistungen nach den Nummern 1601 oder 1602 sind von derselben Hebamme nicht neben den Gebühren nach den Nummern 0901 bis 1210 abrechnungsfähig.
208,14
1610
1611
1612
Nummern 1600, 1601 oder 1602 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Abrechnung dieser Leistung ist der Zeitpunkt der Beendigung der Hilfeleistung
Die Gebühr nach der Nummer 1610 ist in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Hausgeburt berechnungsfähig, wenn die Hebamme oder der Entbindungspfleger die vorher geplante und bereits begonnene Hausgeburt auf Grund unvorhergesehener Umstände abbrechen muss und die Hebamme die Schwangere in ein Krankenhaus überweist, begleitet oder dort als Beleggeburt beendet.
Die Gebühr nach der Nummer 1610 ist auch in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Geburt in einer außerklinischen von Hebammen geleiteten Einrichtung berechnungsfähig, wenn die Hebamme die vorher geplante und bereits begonnene außerklinische Geburt auf Grund unvorhergesehener Umstände abbrechen muss und die Hebamme oder der Entbindungspfleger die Schwangere in ein Krankenhaus überweist, begleitet oder dort als Beleggeburt beendet.
Die Gebühren nach den Nummern 1611 und 1612 sind nur berechnungsfähig, wenn die Schwangere vom Krankenhaus oder einer außerklinisch ärztlich geführten Einrichtung aus in ein anderes Krankenhaus verlegt wird und die Hebamme dort keine weitere Hilfe leistet.
Die Gebühren für Leistungen nach den Nummern 1611 oder 1612 sind von derselben Hebamme nicht neben den Gebühren nach den Nummern 0901 bis 1210 abrechnungsfähig.
246,97
1690 Haftpflichtzulage für eine nicht vollendete Geburt bis zum 30. Juni 2015 als ambulante hebammenhilfliche Leistung
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1600 beziehungsweise 1610.
17,00
1691 Haftpflichtzulage für eine nicht vollendete Geburt bis zum 30. Juni 2015 als Beleghebamme
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1601 beziehungsweise 1611.
10,00
1692 Haftpflichtzulage für eine nicht vollendete Geburt bis zum 30. Juni 2015 als Beleghebamme in einer 1:1 Betreuung
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1602 beziehungsweise 1612.
17,00
1700
1701
1702
Hilfe bei einer außerklinischen Geburt oder Fehlgeburt durch eine zweite Hebamme, für jede angefangene halbe Stunde
Die Gebühr nach den Nummern 1700, 1701 oder 1702 ist bis zu einer Dauer von vier Stunden berechnungsfähig. Dies gilt entsprechend, wenn die außerklinisch begonnene Geburt oder Fehlgeburt nicht außerklinisch vollendet wird.
Die Gebühr nach den Nummern 1701 oder 1702 ist auch bei einer Geburt in einem Krankenhaus abrechnungsfähig, wenn es sich um eine Geburt von Mehrlingen handelt, wenn die Geburt ohne Arzt durchgeführt wird oder wenn es zu lebensbedrohlichen Blutungen nach der Geburt kommt.
29,14
1710
1711
1712
Nummern 1700, 1701 oder 1702 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist bei in der Übergangszeit liegendem Leistungsanteil der Zeitpunkt der Beendigung dieses Anteils.
Die Gebühr nach den Nummern 1710, 1711 oder 1712 ist bis zu einer Dauer von vier Stunden berechnungsfähig. Dies gilt entsprechend, wenn die außerklinisch begonnene Geburt oder Fehlgeburt nicht außerklinisch vollendet wird.
Die Gebühr nach den Nummern 1711 oder 1712 ist auch bei einer Geburt in einem Krankenhaus abrechnungsfähig, wenn es sich um eine Geburt von Mehrlingen handelt, wenn die Geburt ohne Arzt durchgeführt wird oder wenn es zu lebensbedrohlichen Blutungen nach der Geburt kommt.
33,77
1790 Haftpflichtzulage für eine zweite Hebamme für Hilfe bei einer außerklinischen Geburt oder Fehlgeburt bis zum 30. Juni 2015, für jede angefangene halbe Stunde als ambulante hebammenhilfliche Leistung
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3  und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1700 beziehungsweise 1710.
5,00
1791 Haftpflichtzulage für eine zweite Hebamme für Hilfe bei einer klinischen Geburt oder Fehlgeburt bis zum 30. Juni 2015, für jede angefangene halbe Stunde als Beleghebamme
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3 SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1701 beziehungsweise 1711.
3,00
1792 Haftpflichtzulage für eine zweite Hebamme für Hilfe bei einer klinischen Geburt oder Fehlgeburt bis zum 30. Juni 2015, für jede angefangene halbe Stunde als Beleghebamme in einer 1:1 Betreuung
Ausgleich nach § 134a Abs. 1 Satz 3 und Zuschlag nach Abs. 1c SGB V. Einmalig abrechenbar zu der Position 1702 bzw. 1712.
5,00

C. Leistungen während des Wochenbetts

Allgemeine Bestimmungen

a) Die Leistungen nach den Nummern 1800 bis 2302 dienen der Überwachung des Wochenbettverlaufs und umfassen insbesondere die Beratung, Betreuung oder Versorgung von Mutter und Kind einschließlich aller damit verbundenen Leistungen mit Ausnahme der Leistungen nach den Nummern 2400, 2401 oder 2402 und 2500, 2501 oder 2502. Die Leistungen und Zuschläge nach den Nummern 1800 bis 2110; 2300, 2301 oder 2302 und 2500, 2501 oder 2502 sind auch nach einer Fehlgeburt beziehungsweise einer medizinisch induzierten Geburt oder Fehlgeburt berechnungsfähig. Die Leistungen stehen der Mutter auch dann zu, wenn sich das Kind in Adoptionspflege befindet.
b) Innerhalb der ersten zehn Tage nach der Geburt sind maximal 20 Leistungen nach den Nummern 1800, 2001, 2100 und 2300, 2301 oder 2302 insgesamt berechnungsfähig. Während des Aufenthalts in einer Klinik sind pro Tag zwei Wochenbettbetreuungen abrechenbar. Sind mehr als zwei Leistungen an einem Tag notwendig, ist hierfür eine ärztliche Anordnung erforderlich. Für die Betreuung außerhalb der Klinik gilt: Beginnend vom ersten Tag nach der Geburt verringert sich das Kontingent um zwei Leistungen je vollendetem Tag des stationären Aufenthaltes der Versicherten im Krankenhaus. Für die Überschreitung des verbleibenden Leistungskontingents ist eine ärztliche Anordnung erforderlich.
c) In dem Zeitraum zwischen dem elften Tag nach der Geburt bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Geburt sind insgesamt bis zu 16 Leistungen nach den Nummern 1800, 1810, 2001, 2002, 2011, 2012, 2100 oder 2300, 2301 oder 2302 berechnungsfähig. Mehr als 16 dieser Leistungen nach sind in diesem Zeitraum nur berechnungsfähig, soweit sie ärztlich angeordnet sind.
d) Eine weitere Leistung an dem selben Tag zwischen dem elften Tag nach der Geburt bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Geburt nach den Nummern 1800 bis 2110 sowie 2300, 2301 oder 2302 ist berechnungsfähig bei Vorliegen insbesondere folgender Gründe: schwere Stillstörungen, verzögerte Rückbildung, Gedeihstörung des Säuglings, nach Sekundärnaht oder Dammriss III. Grades, Behinderung oder behandlungsbedürftige Krankheit der Mutter, bei Beratung und Anleitung der Mutter zur Versorgung und Ernährung des Säuglings im Anschluss an dessen stationäre Behandlung oder nach ärztlicher Anordnung. Der Grund ist in der Rechnung anzugeben. Mehr als zwei aufsuchende Wochenbettbetreuungen nach den Nummern 1800 bis 2110 an demselben Tag sind nur berechnungsfähig, wenn sie ärztlich angeordnet wurden.
e) Nach Ablauf von acht Wochen nach der Geburt sind Leistungen nach den Nummern 1800, 1810, 2001 oder 2002, 2011 oder 2012, 2100, 2110 oder 2300, 2301 oder 2302 nur auf ärztliche Anordnung unter Angabe der Indikation berechnungsfähig.

Nummer Leistung EUR
1800 Aufsuchende Wochenbettbetreuung bei der Wöchnerin nach der Geburt 31,35
1810 Nummer 1800 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Abrechung dieser Leistung ist der Zeitpunkt des Beginns der Leistung.
37,58
1900 Zuschlag zu der Gebühr nach Nummer 1800 für die erste aufsuchende Wochenbettbetreuung bei der Wöchnerin nach der Geburt 6,42
2001
2002
Wochenbettbetreuung in einem Krankenhaus oder in einer außerklinischen Einrichtung unter ärztlicher Leitung 15,29
2011
2012
Nummern 2001, 2002 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt des Beginns der Leistung.
18,33
2100 Wochenbettbetreuung in einer von Hebammen oder Entbindungspflegern geleiteten Einrichtung nach der Geburt 25,50
2110 Nummern 2100, 2101, 2102 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt des Beginns der Leistung.
30,58
2200
2201
2202
Zuschlag für eine Wochenbettbetreuung nach der Geburt von Zwillingen und mehr Kindern zu den Gebühren nach den Nummern 1800 bis 2110, für das zweite und jedes weitere Kind, je Kind 10,45
2300
2301
2302
Beratung der Wöchnerin mittels Kommunikationsmedium 5,73
2400
2401
2402
Erstuntersuchung des Kindes (U1) einschließlich Eintragung der Befunde in das Untersuchungsheft für Kinder nach den Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres (Kinder-Richtlinien) (www.g-ba.de/informationen/richtlinien/15/) in der jeweils geltenden Fassung.
Die Leistung nach der Nummern 2400, 2401 oder 2402 ist nur berechnungsfähig, soweit sie nicht bereits im Kinder-Untersuchungsheft dokumentiert ist.
8,59
2500
2501
2502
Entnahme von Körpermaterial zur Durchführung notwendiger Laboruntersuchungen im Rahmen der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien) (www.g-ba.de/informationen/richtlinien/19/) oder im Rahmen der Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Früherkennung von Krankheiten bei Kindern bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres (Kinder-Richtlinien) (www.g-ba.de/informationen/richtlinien/15/) in der jeweils geltenden Fassung, je Entnahme, einschließlich Veranlassung der Laboruntersuchung(en), Versand- und Portokosten, Dokumentation nach den vorgenannten Richtlinien und Befundübermittlung
Die Leistung nach den Nummern 2500, 2501 oder 2502 ist auch berechnungsfähig, wenn die Entnahme von Körpermaterial wegen Auffälligkeiten in der Neugeborenenperiode notwendig ist (z.B. Bilirubin-, Blutzucker-, pH-Kontrolle, Entzündungsparameter) sowie auf ärztliche Anordnung.
Die Leistung nach den Nummern 2500, 2501 oder 2502 ist nur berechnungsfähig, soweit sie nicht bereits im Mutterpass oder im Kinder- Untersuchungsheft dokumentiert ist.
6,42

D. Sonstige Leistungen

Nummer Leistung EUR
2600
2601
2602
Überwachung, je angefangene halbe Stunde
Die Gebühr nach den Nummern 2600, 2601 oder 2602 ist bei der Überwachung der Mutter und/oder des Kindes auf ärztliche Anordnung berechnungsfähig.
Die Leistung nach den Nummern 2600, 2601 oder 2602 beginnt nach Ablauf der dreistündigen Überwachungsfrist, die mit der Geburtsgebühr abgegolten ist.
16,85
2610
2611
2612
Nummern 2600, 2601, 2602 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Maßgeblich für die Abrechnung dieser Leistung ist bei dem in der Übergangszeit liegenden Leistungsanteil der Zeitpunkt der Beendigung dieses Anteils.
Die Gebühr nach den Nummern 2610, 2611 oder 2612 ist bei der Überwachung der Mutter und/oder des Kindes auf ärztliche Anordnung berechnungsfähig.
Die Leistung nach den Nummern 2610, 2611 oder 2612 beginnt nach Ablauf der dreistündigen Überwachungsfrist, die mit der Geburtsgebühr abgegolten ist.
20,22
2700 Rückbildungsgymnastik bei Unterweisung in der Gruppe, bis zu zehn Teilnehmerinnen je Gruppe und höchstens zehn Stunden, für jede Teilnehmerin je Unterrichtsstunde (60 Minuten)
Die Leistung nach der Nummer 2700 ist nur berechnungsfähig, wenn die Rückbildungsgymnastik bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt abgeschlossen wird. Diese Leistung ist immer eine ambulante hebammenhilfliche Leistung.
6,47
2800 Beratung der Mutter bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen des Säuglings
Die Gebühren nach der Nummer 2800 ist frühestens nach Ablauf von acht Wochen nach der Geburt bis zum Ende der Abstillphase, bei Ernährungsproblemen des Säuglings bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt berechnungsfähig.
Die Leistungen nach den Nummern 2800, 2810 und 2900 sind insgesamt höchstens achtmal in diesem Zeitraum berechnungsfähig.
30,33
2810 Nummer 2800 mit Zuschlag nach § 4 Satz 2
Die Gebühr nach der Nummer 2810 ist frühestens nach Ablauf von acht Wochen nach der Geburt bis zum Ende der Abstillphase, bei Ernährungsproblemen des Säuglings bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt berechnungsfähig.
Die Leistungen nach den Nummern 2800, 2810 und 2900 sind insgesamt höchstens achtmal in diesem Zeitraum berechnungsfähig.
Maßgeblich für die Berücksichtigung des Zuschlags ist der Zeitpunkt der Beendigung der Leistung.
36,40
2820 Zulage für die Beratung der Mutter bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen bei Zwillingen und mehr Kindern zu den Gebühren nach den Nummern 2800 und 2810 für das zweite und jedes weitere Kind, je Kind 10,45
2900 Beratung der Mutter bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen des Säuglings mittels Kommunikationsmedium
Die Gebühr nach der Nummer 2900 ist frühestens nach Ablauf von acht Wochen nach der Geburt bis zum Ende der Abstillphase, bei Ernährungsproblemen des Säuglings bis zum Ende des neunten Monats nach der Geburt berechnungsfähig.
Die Leistungen nach den Nummern 2800, 2810 und 2900 sind insgesamt höchstens acht Mal in diesem Zeitraum berechnungsfähig.
5,73

E. Auslagenersatz/Wegegeld 

Wegegeld

a)      Als Tag in Sinne der Nummern 3000 bis 3212 gilt die Zeit zwischen 8:00 und 20:00 Uhr. Als Nacht im Sinne der Nummern 3100 bis 3312 gilt die zeit von 20:00 bis 8:00 Uhr.

b)      Besucht die Hebamme oder der Entbindungspfleger mehrere Frauen auf einem Weg, ist das Wegegeld insgesamt nur einmal und nur anteilig  nach dem Verhältnis der zurückgelegten Wegstrecke zu der Zahl der besuchten Frauen zu berechnen. Die Höhe des Wegegeldes richtet sich nach den Nummern 3010 bis 3012, 3110 bis 3112, 3210 bis 3212 und 3310 bis 3312.

Nummer Leistung EUR
3000
3001
3002
Wegegeld bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme oder des Entbindungspflegers und der Stelle der Leistung bei Tag 1,89
3010
3011
3012
 
Anteiliges Wegegeld bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung bei Tag 1,89
3100
3101
3102
Wegegeld bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme oder des Entbindungspflegers und der Stelle der Leistung bei Nacht
Maßgeblich für die Abrechnung dieser Leistung ist das Ende des Weges.
2,67
3110
3111
3112
Anteiliges Wegegeld bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme oder des Entbindungspflegers und der Stelle der Leistung bei Nacht 2,67
3200
3201
3202
Wegegeld bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme oder des Entbindungspflegers und der Stelle der Leistung bei Tag, je zurückgelegtem Kilometer 0,66
3210
3211
3212
Anteiliges Wegegeld bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme oder des Entbindungspflegers und der Stelle der Leistung bei Tag, je zurückgelegtem Kilometer 0,66
3300
3301
3302
Wegegeld bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme oder des Entbindungspflegers und der Stelle der Leistung bei Nacht, je zurückgelegtem Kilometer
Maßgeblich für die Abrechnung dieser Leistung ist das Ende des Weges.
0,91
3310
3311
3312
Anteiliges Wegegeld bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung bei Nacht, je zurückgelegtem Kilometer 0,91
3350
3351
3352
Pauschale für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Zur Erstattung der tatsächlich entstandenen Kosten sind die entsprechenden Belege in Kopie einzureichen.
2,36

Auslagenersatz

Nummer Leistung EUR
3400 Materialpauschale Vorsorgeuntersuchung
Die Pauschale nach Nummer 3400 kann nicht neben der Nummer 3500 abgerechnet werden.
2,83
3500 Materialpauschale bei Schwangerschaftsbeschwerden oder bei Wehen
Die Pauschale nach Nummer 3500 kann nicht neben der Nummer 3400 abgerechnet werden.
2,08
3600 Materialpauschale Geburtshilfe
Die Pauschale nach der Positionsnummer 3600 kann nur im Zusammenhang mit einer vollendeten oder nicht vollendeten außerklinischen Geburt geltend gemacht werden. Es sind ausschließlich sterile Einmalinstrumente aus Metall zu nutzen.
Bei Leistungen, die im Krankenhaus erbracht werden, sind Materialien und Arzneimittel in der DRG (Diagnosis Related Groups) enthalten, die das Krankenhaus gegenüber der Krankenkasse geltend macht. Eine Abrechnung durch die Beleghebamme gegenüber der Krankenkasse ist nicht möglich.
52,36
3700 Materialpauschale, zusätzlich zu Nummer 3600, bei Versorgung einer Naht bei Geburtsverletzungen
Es sind ausschließlich sterile Einmalinstrumente aus Metall zu nutzen.
39,00
3800 Materialpauschale aufsuchende Wochenbettbetreuung 25,76
3810 Materialpauschale Neugeborenen-Screening 2,97
3900 Materialpauschale bei Beginn der aufsuchenden Wochenbettbetreuung später als vier Tage nach der Geburt 15,96
3910 Materialpauschale Fäden ziehen Dammnaht
Es sind ausschließlich sterile Einmalinstrumente aus Metall zu nutzen.
Die Pauschale ist maximal einmal pro Versicherte neben den Wochenbettpauschalen 3800 oder 3900 abrechnungsfähig.
Die Pauschale nach der Nummer 3910 kann nicht neben der Nummer 3920 abgerechnet werden. Dies gilt nicht für Mehrlingsgeburten
7,09
3920 Materialpauschale Fäden/Klammern entfernen Sectionaht
Es sind ausschließlich sterile Einmalinstrumente aus Metall zu nutzen.
Die Pauschale ist maximal einmal pro Versicherte neben den Wochenbettpauschalen 3800 oder 3900 abrechnungsfähig.
Die Pauschale nach der Nummer 3920 kann nicht neben der Nummer 3910 abgerechnet werden. Dies gilt nicht für Mehrlingsgeburten
5,54
4000 Perinatalerhebung bei einer vollendeten oder nicht vollendeten außerklinischen Geburt nach vorgeschriebenem Formblatt einschließlich Versand- und Portokosten
Mit der Gebühr sind auch die Kosten für die Auswertung des Formblatts abgegolten.
8,43

 

 

F Betriebskostenpauschalen bei ambulanten Geburten in von Hebammen geleiteten Einrichtungen und die Anforderungen an die Qualitätssicherung in diesen Einrichtungen

Nummer Leistung EUR
9000 vollendete Geburt 707,00
9100 vollendete Geburt ohne QM 637,00
9200 nicht-vollendete Geburt (vor vier Stunden) 675,00
9300 nicht-vollendete Geburt (vor vier Stunden) ohne QM 580,00
9400 nicht-vollendete Geburt (nach vier Stunden) 707,00
9500 nicht-vollendete Geburt (nach vier Stunden) ohne QM 637,00
9600 Zusätzliche Pauschale für Sonderabfallbeseitigung von Organabfällen (Plazenta) bei Abrechnung der Positionsnummer 9000 oder 9100 4,40

 

 

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